Vorwort

50 Jahre AWG
ein Stück Eberswal-
der Wohngeschichte

Weitersagen
lohnt sich

Impressionen vom großen Festumzug

Gestatten
Paul Polster

Mehr Platz und Raum für Neues

WBG hat gut abgeschnitten

Neue Chancen beim Balkonwettbewerb

Neues aus dem Verein Dreipunkt e.V.

Schule einmal anders

Aus dem Genossenschaftsleben

WBG intern

Impressum


 

Liebe Genossenschaftler,

nach dem zweiten Weltkrieg und in den Anfangsjahren der ehemaligen DDR gab es hauptsächlich zwei Formen genos-senschaftlicher Organisationen, zu denen die Konsumgenossenschaften, die Gemeinnützigen Wohnungsbaugenos-senschaften, die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, die bäuerlichen Handelsgenossenschaften sowie die Produktionsgenossenschaf-ten des Handwerks gehörten.

Als dritte genossenschaftliche Form wurden die Arbeiterwohngenossen-schaften (AWG) im Zuge des neuen Kurses, entsprechend der Verordnung vom 10.12.1953 – Gesetzblatt der DDR Nr.: 129/1953 – über die weitere Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter und Rechte der Gewerkschaften, ab 1954 gegründet.

Einerseits sollte der eklatante Wohn-ungsmangel in der DDR bekämpft werden und andererseits den Stamm-beleg-schaften der Großbetriebe Wohn-raum verschafft werden.

Im Jahre 1955 gab es bereits 300 AWGen. Die Zahl stieg im Jahr 1957 schon auf 500 mit etwa 60.000 Mitgliedern.

Der Anteil des genossenschaftlichen Wohnungsbaus schwankte stark und betrug 1957 – 10 %, 1966 – 66 % und1971 – 17 % am Gesamt neubau-bestand der DDR 1983 waren ca. 800.000 AWG-Wohnungen erbaut.

Wie sahen nun die 50 Jahre genos-senschaftlichen Bauens und Wohnens
in unserer Heimatstadt aus?

Diesem Thema haben wir den Hauptteil dieses Journals gewidmet, der aber auch nur ein kurzer Abriss der Geschichte sein kann.

Um allen Genossenschaftlern, ob jung oder alt, die Möglichkeit zu geben, sich
über Aktivitäten der AWG-Mitglieder der ersten Stunde, aber auch über die Nachwende-jahre zu informieren, ist im Zeitraum Juli/August eine genossen-schaftliche Ausstellung über 50 Jahre

AWG- WBG zu sehen. Diese wird im Muse-um in der Adlerapotheke stattfinden. Eine Kommission von Mitgliedern und Mitarbei-tern der Verwaltung hat in liebevoller Klein-arbeit Dokumente der Entwicklung des ge-nossenschaftlichen Wohnens und Lebens
in Eberswalde zusammengetragen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Besuch dieser Ausstellung, die durch einzelne Son­ deraktionen ergänzt wird.

Vielleicht erkennen Sie sich oder Ihre Nachbarn beim Spatenstich oder einem Richtfest?! Zeigen Sie Ihren Kindern und Enkeln, wie die Begriffe Eigenleistung, Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstbestimmung damals umgesetzt wurden und auch noch heute Bestand
haben.

Denn durch Kontrollfunktion der Vertreter-versammlung sowie die fachliche, jährliche Prüfung des Prüfungsverbandes ist Ihnen
ein sicheres Gefühl gegeben, dass mit den finanziellen Mitteln der Genossenschaft alles in Ordnung ist.

Um den Stellenwert genossenschaftlichen Wohnens zu erhöhen, werden wir uns an einer bundesweiten MarketingInitiative zur Stärkung der Wettbewerbsposition von Wohnungs-genossenschaften beteiligen. Genossenschaftliches Wohnen muss den gleichen Stellenwert erhalten wie das individuelle Wohnen oder das Wohnen zur Miete!

Liebe Genossenschaftler, wir blicken zurück auf anstrengende aber auch schöne Stunden in 50 Jahren genossenschaftlichem Lebens. Freuen wir uns auf weitere 50 Jahre, in der die Wohnwertverbesserung, die Betriebs- und Mietkostenstabilität sowie der Stadtum-bau im Mittelpunkt stehen.

Auch, wenn unser Motto lautet „Ihr Zuhause
in Eberswalde“, so rufe ich Ihnen zu, „Unser Zuhause ist Eberswalde – ist unsere Wohnungsbau-genossenschaft.“

Ihr Horst Gerbert